Heimchen - Acheta domestica
LINNAEUS 1758
Klasse: Insecta (Insekten)
Ordnung: Ensifera (Langfühlerschrecken)
Familie: Gryllidae (Echte Grillen )
Gattung: Acheta (Feldgrillen)
Art: Acheta domestica (Heimchen)
© 2009 by Terrainsel Team
Herkunft: Das Heimchen kommt vermutlich ursprünglich aus Nordafrika, wurde aber bereits von den Römern nach Europa verschleppt. In Mittel- und Nordeuropa ist das Heimchen jedoch nur in Gebäuden überlebensfähig. Heute kommt das Heimchen auch in Südwestasien und Nordamerika vor.
Geschlechtsunterschied: Die Weibchen sind deutlich an ihren ca. 15 mm langen Legeröhren am Hinterleib zu erkennen.
Grösse: Das Heimchen erreicht eine Körpergrösse von 16-20 mm.
Färbung: Die Grundfärbung der Heimchen ist gelb bis gelbbraun. Auf dem Halsschild und auf dem Kopf befinden sich zudem dunkle Zeichnungen
Zuchtbehälter: Als Zuchtbehälter für Heimchen haben sich besonders sog. „Faunaboxen“ (kleine Plastikterrarien mit grossem Zugang im Deckel) als praktisch erwiesen, da sie leicht zu reinigen sind.
Für die Vorratshaltung der Heimchen als Futterinsekten reichen kleine Gefässe (15x20x12 cm) aus, die Faunaboxen für die Zucht von Heimchen sollten (bei einem Besatz von ca. 100 Tieren) eine Grösse von 40x40x30 cm aufweisen. Als Bodensubstrat wird ein Sand-Torfgemisch verwendet, welcher auch als Eiablageplatz verwendet wird. Als Versteckmöglichkeiten haben sich Eierkartons bewährt. Im Zuchtbehälter sollte auch ein kleines Wassergefäss (z.B. Flaschendeckel) eingebracht werden.
Haltung: Die Temperaturen sollten für die Zucht am Tag bei ca. 22°C liegen und in der Nacht auf 20°C (Zimmertemperatur) absinken. Die Luftfeuchtigkeit sollte bei ca. 60-70 % liegen.
Futter: Als Futter eignet sich neben frischem Obst und Gräsern auch Fischflocken oder spezielles, im Zoohandel erhältliches, Grillenfutter.
Lebensweise: Die Tiere sind generell lichtscheu und verstecken sich tagsüber. Während der Abenddämmerung werden sie aktiv und beginnen mit der Nahrungsaufnahme.
Besonderheiten: Das Heimchen gehört, dank seiner leichten Haltung zu den beliebtesten Futtertieren überhaupt.
F.H. (10. April 2009)
